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Weiterführende Texte Familie Beiersdorf, eine alteingesessene Pirmasenser Familie Ludwig der IX. (1768-1790, seit 1741 verheiratet mit Prinzessin Karoline) baute seit 1741 ein eigenes Heer auf und bestimmte Pirmasens zum Residenzort. Er behielt diesen auch als regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt nach dem Tod seines Vaters 1768 bei. Das Wachsen der Residenz- und Garnisonsstadt Pirmasens ist mit dem Wirken und Wachsen der jüdischen Bevölkerung eng verbunden. 1750 ist der Kauffmann Joseph als erster Schutzjude in Pirmasens erwähnt, der für sein Niederlassungsrecht jährlich Schutzgeld entrichten musste. Menschen jüdischen Glaubens besaßen keine Freizügigkeit und waren von den Zünften ausgeschlossen. Dies beschränkte ihre Berufsmöglichkeiten per Gesetz fast allein auf den Handel. Selbst hier lenkten Ausnahmebedingungen hauptsächlich in den Hausier- und Trödelhandel sowie in Geld- und Kreditgeschäfte. Etwa 2% der Juden gehörten zur Oberschicht der Juden, die von den Fürsten als Instrumente ihrer Wirtschaftspolitik benutzt wurden. Diese erhielten Privilegien und wirkten oft als Fürsprecher für Glaubensgenossen. (Juden in Pirmasens, Spuren ihrer Geschichte ff., S. 11-15)